Julia Gebhardt, Marie Gedicke und Lina Wölfel lernten sich 2018 während ihres Studiums der Kulturwissenschaften in Hildesheim kennen.
Seit dem verbindet sie nicht nur eine enge Freundschaft, sondern auch die Leidenschaft für Debatten über Politik, Gesellschaft und Theater. Sie hinterfragen bestehende gesellschaftliche Strukturen und ihre eigenen Privilegien, reflektieren Aufführungen und Machtstrukturen.
Als ihnen auffiel, dass es fast keine literarischen und ästhetischen Auseinandersetzungen mit der Lebensrealität der Nachwendegeneration, also all denjenigen, die nach 1989 geboren wurden, gibt, war Kollektiv(AT) geboren. Ziel ihrer Arbeit ist es, ein Spannungsfeld zwischen Konfrontation und Empathie, Popkultur und eigenen Erlebnissen, Geschichtlichem und der Zukunft aufzumachen, das keine einfachen Auswege und Lösungen aufzeigt sondern Denkanstöße liefert und Fragen stellt.
Kollektiv(AT)
Marie Gedicke, Julia Gebhardt, Lina Wölfel (v.l.n.r.)
Foto: Kollektiv(AT)
Umbruchsprotokolle
Premiere: 27. Juni 2026, Theaterhaus Hildesheim
Fotos: Michael Grube
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36 Jahre nach der Wiedervereinigung Deutschlands, mangelt es noch immer an gesamtdeutscher Verständigung. Die Folgen des Systemumbruchs prägen noch immer das Leben vieler Menschen in Ostdeutschland – selbst wenn sie so jung sind, dass sie weder die DDR, noch die Wendezeit (aktiv) erlebt haben. Die tiefgreifenden gesellschaftlichen Transformationen mussten individuell verarbeitet werden – oft isoliert, da bis heute eine überindividuelle Gesprächs und Aufarbeitungskultur für persönliche Erfahrungen kaum existiert. Stattdessen dominieren abstrakte Debatten, die wenig Raum für intime Erlebnisse lassen. Hier setzt das Projekt Umbruchsprotokolle an.
KÜNSTLERISCHE LEITUNG UND AUTORINNEN Kollektiv (AT) und Josephine Ziegler
PERFORMANCE Julia Gebhardt, Marie Gedicke, Lina Wölfel
SPRECHER:INNENan Kämmerer und Josephine Ziegler
SZENOGRAFISCHE BERATUNG Hermine Warnatz
AUDIO DESIGN Malte Busch
WORKSHOP TEILNEHMER:INNEN UND AUTORINNEN Clara Eisenreich, Johanna Glaeßer,
Katrin Kuhna, Juliane Mehrländer, Lena Rockstroh, Emilia Stemmler, Ria Wedemann
Mit Unterstützung durch das Team des Theaterhaus Hildesheim e.V.
und Sira Möller
Gefördert durch:
Friedrich Stiftung, Friedrich Weinhagen Stiftung, StuPa Hildesheim,
Studierendenwerk Ost-Niedersachsen, Kulturwerk Hildesheim,
Rosen und Rüben (Netzwerk Kultur und Heimat Hildesheimer Land e.V.)
Entstanden im Rahmen der deBühne des Theaterhaus Hildesheim e.V.
(Gefördert durch die Stiftung Niedersachsen und das Ministerium für Wissenschaft und Kultur Niedersachsen)
Identität:(p)ost
Premiere: 27. Juni 2023, Universität Hildesheim
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Post-Ostdeutsch – das bedeutet nach der Wiedervereinigung. Post-Ostdeutsch – das bedeutet: mit den Geschichten unserer ostdeutschen Familie und Freund:innen aufzuwachsen und als ostdeutsch gelesen zu werden. Und es bedeutet, im wiedervereinigten Deutschland zu leben, in zwei Welten. 33 Jahre nach der Wiedervereinigung prägen strukturelle Chancenungleichheit auf der einen und der immer stärker werdende Rassismus auf der anderen Seite unser Bild auf Ostdeutschland.
In der autobiografischen Performance „Identität: (p)ost“ fragt sich das
Kollektiv (AT): Welche Rolle kommt uns Nachwendekindern in diesem Rahmen zu?Und wie viel von einer ostdeutschen Identität steckt eigentlich in uns?
Foto: Cristel Clerq
KÜNSTLERISCHE LEITUNG UND KONZEPT Kollektiv (AT)
PERFORMANCE Julia Gebhardt, Marie Gedicke, Lina Wölfel
SZENOGRAPHIE Hermine Warnatz
TECHNISCHE UNTERSTÜTZUNG Paulinus Burger, Ina Diallo, Karo Spoering, Paul Vedder
OUTSIDE EYE Bianca Kloß
GRAFIK Lina Wölfel